Ornithologie

Grifftöter - Bisstöter

Neben der streng wissenschaftlichen Einteilung der Greifvögel  in Neuweltgeier, Habichtartige und diverse Falkengruppen (Großfalken, Waldfalken, Jagdfalken usw.) kann man das große Artenspektrum der Greife der Einfachheit halber auch in zwei große Gruppen unterteilen:

Die erste Gruppe bilden die Grifftöter. Sie umfasst alle Greife vom MĂ€usebussard ĂŒber die Milane bis hin zu den Adlern. Ausgenommen sind hier nur die Falken, welche eine eigene Gruppe bilden, die Bisstöter.

Die Bisstöter – vom kleinen Turmfalken bis hin zum Gerfalken - haben allesamt eines gemeinsam: Sie töten ihre Beute mit einem krĂ€ftigen Biss ins Genick. An ihrem Oberschnabel befindet sich eine Auskerbung, Ă€hnlich einem Eckzahn. Dementsprechend heißt dieser auch Falkenzahn. Er ermöglicht es den Falken, das Genick ihrer Beute zu durchtrennen.  Ihre FĂŒĂŸe  und Klauen sind nur zum Festhalten ihrer Beute gedacht.

Ganz im Gegensatz zu den Grifftötern, die – wie der Name schon sagt – ihre Beute nicht mit den FĂŒĂŸen binden, sondern sie auch mit den messerscharfen Klauen erdolchen. Ihre FĂŒĂŸe sind auch viel krĂ€ftiger als die der Falken. Ihr Schnabel dient lediglich zum Zerschneiden und Verspeisen der Beute.

Greifvögel - Eulen

FrĂŒher nannte man die Eulen  Nachtgreifvögel, und glaubte, sie seien mit den Taggreifvögeln eng verwandt. Heute wissen wir es besser. Zwar Ă€hneln sich beide Gruppen in ihrer fleischlichen ErnĂ€hrung, doch verlief die Entwicklung der Eulen in der Evolution parallel zu der der Greifvögel.  Eulen und KĂ€uze weisen einige Besonderheiten in ihrem Körperbau auf, durch die man sie von dem anderer Greifen unterscheiden kann.

Zu allererst einmal können alle Eulen und KĂ€uze lautlos fliegen.  Eine feine Behaarung jeder einzelnen Feder verhindert das Verwirbeln der Luft, durch die es zu GerĂ€uschen kommt.  FĂŒr diesen Effekt jedoch ist es vonnöten, den gesamten Eulenkörper in ein Federkleid zu hĂŒllen. Daher sind diese wundervollen Tiere tatsĂ€chlich bis zu den Krallen befiedert.

Dem ein oder anderen mag auch schon aufgefallen sein, dass Eulen ihre Köpfe sehr weit drehen können; um genau zu sein um 270°. Verantwortlich ist eine hohe Anzahl an Halswirbeln, die den Eulenkopf beweglicher macht. Dies ist aber der Ausgleich fĂŒr ein kleines Manko:

Die Augen von Eulen sitzen starr im Kopf, sie sind völlig unbeweglich. Ein Nachteil einer ihrer bedeutsamsten Eigenschaften: Eulen können nachts sehen. WĂ€hrend andere Tiere wortwörtlich im Dunkeln tappen und sich ĂŒber das Gehör oder geruchlich orientieren, sammeln Eulen noch das kleinste Sternfunkeln in ihren Augen, um sehen zu können.  DafĂŒr sind ihre AugĂ€pfel aber besonders groß (bei einem Uhu etwa so groß wie Mandarinen) und stoßen im SchĂ€del aneinander.

GlĂŒcklicherweise hat Mutter Natur fĂŒr den Ausgleich ĂŒber die Halswirbel gesorgt. Man stelle sich einen Uhu vor, hinter dessen RĂŒcken das Laub wegen einer Maus knistert. MĂŒsste sich dieser Uhu nun erst gerĂ€uschvoll auf dem knorrigen Eichenast umdrehen, um die Maus zu erspĂ€hen, wĂ€re diese sicherlich lĂ€ngt geflohen.

Zu guter Letzt haben die Eulen und KÀuze auch ein ganz besonderes Gehör bekommen. Es ist ihnen möglich, dreidimensional zu hören. Bedingt wird diese Eigenschaft durch die leicht höhenversetzt am Kopf angebrachten Ohröffnungen. Diese machen es den JÀgern der Nacht also möglich, auch unter einer dichten Schneedecke eine Maus genau zu orten und zu erbeuten, ohne sie je vorher gesehen zu haben.

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